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Huf-Therapie / Hufbearbeitung

 

Die besten Pferdestärken nützen nichts, wenn man sie nicht richtig auf den Boden bringen kann. Hierfür ist die richtige Haftung auf dem Untergrund verantwortlich.

 

Beim Pferd sind die Hufe von Natur aus für ihren Lebensraum ausgelegt. Sie sind für alle natürlichen Gegebenheiten einsetzbar und passen sich diesen an.
Greift der Mensch in den Lebensraum des Pferdes ein, ist er auch in der Verantwortung für die gesunde Funktion der Hufe zu sorgen.
Um richtig funktionieren zu können brauchen wir ein Gleichgewicht zwischen Hufmechanismus, der orthopädischen Gegebenheiten, der Muskulatur und der Umweltreize.

 

Der Hufmechanismus beschreibt einen Prozess im Huf, welcher bei Be-und Entlastung Wirkung zeigt. Er unterstützt die Durchblutung im Huf, ist damit auch für den Stoffwechsel mit verantwortlich und hilft beim Ausscheiden der Stoffwechselabfälle/Gifte.
Damit der Hufmechanismus funktioniert, ist genügend Bewegung im Huf erforderlich.
Durch entsprechendes Ausschneiden der Hufe kann diese Gegebenheit geschaffen werden.

 

Die Orthopädie-Aspekte berücksichtigen die Statik der Knochen und Gelenke mit dem dazugehörigen Band-Sehnen-Apparat. Auch hier kann unterstützend und korrigierend durch entsprechende Hufbearbeitung Einfluss genommen werden.

 

Weiterlaufend nach oben in Schulter und Becken haben wir durch Stellung des Hufes Auswirkung auf die Muskulatur. Steht das Pferd zu steil oder flach, verändert sich die Spannung in dieser. Die Bewegungsabläufe können dadurch gestört und somit schmerzhaft werden.
Rückenblockaden bis in die Halswirbelsäule oder andere Gelenkprobleme können aufgrund der Hufsituation entstehen, demnach auch im Umkehrschluss durch gute Hufe positiv beeinflusst werden.

 

Umweltreize für die Hufe entstehen durch verschiedene Bodenbeschaffenheiten wie Stein, Beton, Pflaster, Splitt, Holz, Sand, Erde, Gras/Weide, Waldboden und viele mehr.
Hier kommen wir in die Diskussion Barhuf gegen Beschlag.
Da ein Huf auch sensible Rezeptoren hat, reagiert ein Pferd beim Bodenkontakt entsprechend. Bei beschlagenen Hufen sind diese Reize qualitativ abgeschwächt.
Die allgemein beste und gültige Lösung hierfür ist nach wie vor ungeklärt.

 

Prinzipiell sollte jeder Besitzer wissen, warum er dies oder das für sein Pferd tut oder möchte. Sich nicht durch „ das war schon immer so", oder „das machen alle hier" der eigenen Urteilsfähigkeit berauben lassen ist meiner Meinung nach wichtig!

 

 

Natürlich steht der ganzheitliche Ansatz im Vordergrund, dazu gehört die Haltung, Fütterung, Reitweise und die Einheit Pferd-Reiter mit ihren Bedürfnissen.

 

 

 

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